Kurz-Kritik A

Becky Albertalli

„The Upside of Unrequited“ (engl.)

upsideInhalt: Sechsundzwanzig Mal war Molly verliebt – und kein einziges Mal wurde ihre Liebe erwidert. Sie hat sich fast schon damit abgefunden – wer liebt schon ein dickes, schüchternes Mädchen? Aber dank ihrer Zwillingsschwester Cassie glaubt Molly sich am Ende ihrer Suche – Schwarm Nummer 27 wird es sein: Will, der beste Freund von Cassies neuer Freundin. Wäre da nicht noch ihr Nerd-Arbeitskollege Reid, der sich immer öfter in ihre Gedanken schleicht …

Plot:              bewertungbewertungbewertungbewertungbewertungminus

Charaktere: bewertungbewertungbewertungbewertungbewertung

Schreibstil: bewertungbewertungbewertungbewertungbewertung

Kommentar: Ein wunderbar geschriebener Roman über die erste große (bzw. siebenundzwanzigste kleine) Liebe. Einfühlsam und Augen öffnend wird aus Mollys Sicht beschrieben, welche Ängste und Schwierigkeiten die ersten Dating-Versuche sein können, wenn man nicht ganz dem Schönheitsideal der Zeit entspricht. Ein weiteres Highlight ist die Einbindung der GLBTQ-Gemeinde, die einen großen (und wichtigen) Aspekt der Geschichte bilden. Besonders nach dem jüngsten Entscheid in Deutschland lässt diese Geschichte die Herzen höher schlagen, auch wenn die Protagonistin dieser Geschichte (anders als in Albertallis erstem Roman) eine Hetero-Beziehung anstrebt. Leider wurde dieser Roman noch nicht übersetzt – ihr erster Roman jedoch schon, darum darf man hoffen …

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Victoria Aveyard

„Red Queen“/„Die rote Königin“

red-queenIn einer Welt, in der Menschen mit silbernem Blut magische Fähigkeiten besitzen und die Welt beherrschen, muss ein Mädchen am königlichen Hof ums Überleben kämpfen, als es seine eigene magische Begabung entdeckt. Denn Mares Blut ist rot …

Plot:              bewertungbewertungbewertungbewertungbewertungminus

Charaktere: bewertungbewertungbewertungbewertungbewertung

Schreibstil: bewertungbewertungbewertungbewertungbewertung

die-rote-koniginKommentar: Interessante Weltenbildung, sympathische Charaktere und Plot-Twists, die man wirklich nicht vorhersieht. Ein Muss für alle Dystopia-/Fantasy-Fans.

 

 

„Glass Sword“/„Gläsernes Schwert“ von Victoria Aveyard (Fortsetzung)


Inhalt: Auf dglas-sworder Flucht vor dem neuen König sucht Mare Zuflucht bei der Scharlachroten Garde. Doch kann sie nach dem Verrat von einem ihrer engsten Freunde überhaupt noch jemandem trauen? Abseits der Bühne des königlichen Hofes muss die „rote Königin“ sich erneut ihren Platz erkämpfen – dieses Mal unter ihren eigenen Leuten, die sie wegen ihrer Fähigkeiten fürchten.
Doch sie ist nicht die einzige, die anders ist: Mithilfe einiger Kameraden macht Mare sich auf, um Menschen wie sie, Rote mit Silbernen Fähigkeiten, zu finden und zu retten. Die Uhr tickt, denn auch der schreckliche König weiß von ihrer Existenz …

Plot:              bewertungbewertungbewertungbewertungminusbewertungminus

Charaktere: bewertungbewertungbewertungminusbewertungminusbewertungminus

Schreibstil: bewertungbewertungbewertungbewertungminusbewertungminus
glasernes-schwert

Kommentar: Nachdem mich „Red Queen“ derart überzeugt hatte, hatte ich mich auf die Fortsetzung gefreut. Leider kann „Glass Sword“ nicht mithalten. Die Handlung, die sich um die Rettung von besonderen Menschen wie Mare dreht, zieht sich, während Mares Charakter sich immer wieder in Gedanken, Schuldgefühlen und Selbstzweifeln verliert. Ich bin ein Verfechter von Romanen, in denen die Protagonisten durch ihre Erlebnisse geprägt und nicht unversehrt am anderen Ende herauskommen. Aber für mich war die Abgrenzung Mares von Freunden und Familie nicht ganz nachvollziehbar – bzw. hat es an der Umsetzung gehapert – und macht sie mir unsympathisch. Und dadurch, dass sich Mare nur auf sich selbst (und vielleicht noch auf Cal) konzentriert, bleiben die anderen Charaktere höchstens Randfiguren.  Meiner Meinung nach wurde hier leider die Regel „Show, don’t tell“ zu wenig beachtet, was die Geschichte etwas langatmig werden und diesen Roman wie einen gewollt ausgedehnten Lückenfüller in einer längeren Serie erscheinen lässt.

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